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Tipps zum Stillen

Ratgeber und Tipps zum Stillen gibt es in Büchern oder Internet zur genüge. Deswegen möchte ich euch hier nur kurz meine persönlichen Erfahrungen als Ratschläge mit auf den Weg geben:

  1. Stillen ist, sobald es klappt, das Praktischste (und Schönste und Gesündeste fürs Baby) was es gibt. Der Weg dahin kann sehr anstrengend sein und erfordert Durchhaltevermögen. Steckt den Kopf nicht in den Sand, die Mühe lohnt sich am Ende! Ihr werdet stolz auf euch sein!
  2. Die Milch bildet sich nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage: also legt euer Baby oft genug an die Brust (auch wenn es am Anfang weh tut) damit sich genug Milch bildet.
  3. Bei wunden Brustwarzen hilft Lanolin aus der Apotheke. Einfach nach jedem Stillen dünn die wunde Brustwarze damit eincremen. Falls dies gerade nicht zur Hand ist, auf jeden Fall etwas Muttermilch auf der Brustwarze verteilen und antrocknen lassen.
  4. Solltet ihr das Gefühl haben, dass euer Baby nicht genug Milch bekommt, so pumpt unbedingt Milch ab, falls ihr zufüttert (siehe Punkt 2: Angebot und Nachfrage). Die Milchproduktion würde sonst weiter zurückgehen und ihr würdet unbewusst mit dem Abstillen beginnen (beim Zufüttern die Problematik der möglichen Saugverwirrung beim Baby bedenken!)
  5. Wenn ihr euch bei der Gewichtzunahme des Babys unsicher seid, könnt ihr euch aus der Apotheke gegen eine geringe Leihgebühr (meistens unter 2 Euro pro Woche) eine Waage leihen. Damit könnt ihr dann auch eine “Stillprobe” durchführen, d.h. das Baby direkt vor und nach dem Stillen wiegen, um die aufgenommene Milchmenge zu wissen.
  6. Wunde Brustwarzen sollten nach Möglichkeit “an die frische Luft”. Das geht natürlich nicht immer. Die konventionellen Stilleinlagen sind in der Anfangsphase nicht so gut geeignet, da sie nicht atmungsaktiv sind und ein feuchtes Milieu schaffen. Man kann den Still-BH auch gut mit einem gefalteten Mulltuch auslegen. Das saugt wunderbar auf und behindert die Wundheilung nicht.
  7. Legt in den ersten Zeit zu Hause ruhig ein bis zwei “Stilltage” ein. Verbringt die Zeit mit eurem Baby im Bett. Ruht euch aus, kuschelt miteinander. Es geht in dieser Zeit wirklich nur ums Stillen und den Körperkontakt. Die Milchbildung wird dadurch gefördert. Praktisch ist es, wenn ihr in dieser Zeit jemanden zu Hause habt, der euch verpflegt.
  8. Der Malzgehalt in Malzbier und Caro-Kaffee fördert die Milchbildung an.
  9. Um den Saugreflex eures Babys auszulösen streicht ihr mit dem Zeigefinger vom Kinn bis zum Ohrläppchen. Das ist vor allem praktisch, wenn euer Neugeborenes gerne beim Stillen einschläft.
  10. Sollte euer Baby es sich anfänglich beim Stillen etwas schwer machen (z.B. die Brustwarze nicht finden oder im Mund behalten wollen, Saugschwäche) so könnt ihr euch mit einem Stillhütchen helfen. Dies hilft auch übergangsweise bei sehr wunden Brustwarzen. Da die “Massage” des Babymundes aber nicht direkt an die Brust übertragen wird ist dies für die Milchbildung nicht ganz förderlich und sollte nur übergangsweise benutzt werden. Empfehlen kann ich euch die Stillhütchen von Medela, es gibt sie z.B. bei Babymarkt.
  11. Solltet ihr einen Milchstau haben, so müsst ihr euer Baby beim Stillen so anlegen, dass es mit seinem Kinn an der verhärteten Stelle an der Brust liegt. Oft empfiehlt es sich dann im Liegen zu stillen.

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