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Wenn das Baby zu früh geboren wird

Eine normal verlaufende Schwangerschaft dauert ca. 40 Wochen. Wenn das Baby jedoch vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren wird, nennt man es „Frühchen“. In Deutschland gilt das Erreichen der 23. Schwangerschaftswoche als Grenze der Lebensfähigkeit von Frühchen mit Hilfe der Medizin. Als Ursache für eine zu frühe Geburt kommen körperliche und psychische Ursachen in Betracht. Dies kann z.B. der Konsum von Alkohol, Nikotin oder anderen Drogen sein oder zu viel Stress und eine Überbelastung der Mutter.

Kommt das Baby zu früh auf die Welt, so wird die ganze Familie mit einer völlig unerwarteten, schwierigen Situation konfrontiert. Die emotionale Ausnahmesituation stellt die Familie auf eine harte Probe. Belastend sind der Zustand des Kindes, die Elternrolle, die Bedingungen in der Klinik und auch die Organisation in der Familie. Man sorgt sich um das Überleben des Kindes und das befremdliche Aussehen und das Verhalten bei besonders früh geborenen Kindern ist nicht leicht zu verarbeiten. Hinzu kommen die plötzliche Trennung vom eigenen Kind und die Abgabe der Verantwortung an Ärzte und Krankenschwestern.

Familien mit Frühchen müssen zudem oft viele Erstattungs- und Genehmigungsanträge an ihre Krankenkasse stellen. Dies kann z.B. die Erstattung auf Fahrtkosten oder die Kosten einer Haushaltshilfe sein. Beim Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. findet ihr viele Formulierungshilfen für eine erfolgreiche Antragsstellung unter Fruehgeborene.de.

Die genauen Auswirkungen und folgenden Schritte für das Baby und seine Entwicklung bei einer Frühgeburt könnt ihr auf Baby.erdbeerlounge.de nachlesen. Hier sind in der Rubrik Frühchen für jede Geburtenwoche ab der 26. SSW alle bereits entwickelten Körperfunktionen, die Überlebenschancen und die medizinischen Maßnahmen ganz genau beschrieben. Die Seite können wir euch als allgemeinen Ratgeber empfehlen, es gibt hier außerdem viele Artikel zu verschiedenen Themen in der Eltern- und Babyzeit (Rückbildungsgymnastik, Elterngeld, Kindersitze, Babyspielzeug uvm.).

Foto: Matthias Hübner / pixelio.de

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