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Benötigt man eine Milchpumpe?

Junge Mütter sind sich häufig nicht sicher, ob eine Milchpumpe benötigt wird oder nicht. Aber moderne Mütter sollten sich auf jeden Fall eine Milchpumpe anschaffen, denn dann sind sie unabhängiger und flexibler.

Die Vorteile einer Milchpumpe

Die Vorteile für die Entscheidung, sich eine Milchpumpe anzuschaffen liegen klar auf der Hand. Man ist als Mutter unabhängiger. Fakt ist, wenn der neue Erdenbürger das Licht der Welt erblickt hat, wird die erste Zeit gerade für Mütter stressiger. Man muss das Baby alle zwei bis drei Stunden stillen und hat kaum noch Zeit für sich. Auch die Nächte können unter Umständen sehr nervenaufreibend werden, wenn man alle zwei – drei Stunden aufstehen muss, um dem Säugling die Brust zu geben. Gerade in dieser Zeit ist eine Milchpumpe eine gute Alternative. Denn wenn man bereits am Abend die Milch abpumpt und diese im Kühlschrank kalt stellt, kann auch der Vater zwischendurch in der Nacht einmal aufstehen, um das Baby zu füttern. Er muss dann einfach nur die abgepumpte Milch der Mutter ein wenig warm machen, und dem Baby die Flasche geben. Durch ein solches Verfahren wird die Mutter in der Nacht ein wenig entlastet. Aber auch, wenn man das Baby zwischendurch einmal etwa den Großeltern überlassen will, weil man selbst als neue Mutter mal ein wenig Zeit für sich benötigt, ist eine Milchpumpe sinnvoll. Denn damit kann man sodann ebenso verfahren, wie in der Nacht und die benötigte Milchmenge den Babysittern mitgeben. So muss das Neugeborene nicht auf die gesunde Muttermilch verzichten und kann trotzdem die Flasche von einer anderen Person bekommen, die nicht die Mutter ist.

Was, wenn man als frische Mutter kurz nach der Geburt wieder arbeiten möchte?

Auch in dem Fall, wenn man als junge Mutter nicht die Elternzeit in Anspruch nehmen möchte sondern direkt wieder in die Arbeit einsteigen will, dann lohnt sich die Anschaffung einer Milchpumpe. Denn auch wenn man als Mutter selbst nicht zu Hause ist, so möchte man doch, dass das Baby gesunde Muttermilch erhält. Hätte man daher als Mutter die Gelegenheit, das Baby zu stillen, kann man sodann auch die Milch am Morgen vor der Arbeit abpumpen und für den Tag kaltstellen, damit der in Elternzeit befindliche Vater das Kind sodann mit der gesunden Milch über den Tag verteilt füttern kann.

Welche Milchpumpe ist sinnvoll?

Wenn man nur ab und zu einmal Milch abpumpen will, etwa um eine Nacht mal wieder durch zu schlafen oder einen Cafébesuch mit den Freundinnen ohne Baby plant, dann kann man sich ein einfaches Modell anschaffen. Will man die Milchpumpe jedoch für den Fall, dass man jeden Tag abpumpen will, um wieder zur Arbeit zu gehen und das Baby bei den Großeltern oder dem Vater verbleibt, dann gibt es hierfür ebenfalls größere, elektrische Modelle, die das Abpumpen erleichtern und es auch nicht so lange dauert.

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Tipps zum Stillen

Ratgeber und Tipps zum Stillen gibt es in Büchern oder Internet zur genüge. Deswegen möchte ich euch hier nur kurz meine persönlichen Erfahrungen als Ratschläge mit auf den Weg geben:

  1. Stillen ist, sobald es klappt, das Praktischste (und Schönste und Gesündeste fürs Baby) was es gibt. Der Weg dahin kann sehr anstrengend sein und erfordert Durchhaltevermögen. Steckt den Kopf nicht in den Sand, die Mühe lohnt sich am Ende! Ihr werdet stolz auf euch sein!
  2. Die Milch bildet sich nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage: also legt euer Baby oft genug an die Brust (auch wenn es am Anfang weh tut) damit sich genug Milch bildet.
  3. Bei wunden Brustwarzen hilft Lanolin aus der Apotheke. Einfach nach jedem Stillen dünn die wunde Brustwarze damit eincremen. Falls dies gerade nicht zur Hand ist, auf jeden Fall etwas Muttermilch auf der Brustwarze verteilen und antrocknen lassen.
  4. Solltet ihr das Gefühl haben, dass euer Baby nicht genug Milch bekommt, so pumpt unbedingt Milch ab, falls ihr zufüttert (siehe Punkt 2: Angebot und Nachfrage). Die Milchproduktion würde sonst weiter zurückgehen und ihr würdet unbewusst mit dem Abstillen beginnen (beim Zufüttern die Problematik der möglichen Saugverwirrung beim Baby bedenken!)
  5. Wenn ihr euch bei der Gewichtzunahme des Babys unsicher seid, könnt ihr euch aus der Apotheke gegen eine geringe Leihgebühr (meistens unter 2 Euro pro Woche) eine Waage leihen. Damit könnt ihr dann auch eine “Stillprobe” durchführen, d.h. das Baby direkt vor und nach dem Stillen wiegen, um die aufgenommene Milchmenge zu wissen.
  6. Wunde Brustwarzen sollten nach Möglichkeit “an die frische Luft”. Das geht natürlich nicht immer. Die konventionellen Stilleinlagen sind in der Anfangsphase nicht so gut geeignet, da sie nicht atmungsaktiv sind und ein feuchtes Milieu schaffen. Man kann den Still-BH auch gut mit einem gefalteten Mulltuch auslegen. Das saugt wunderbar auf und behindert die Wundheilung nicht.
  7. Legt in den ersten Zeit zu Hause ruhig ein bis zwei “Stilltage” ein. Verbringt die Zeit mit eurem Baby im Bett. Ruht euch aus, kuschelt miteinander. Es geht in dieser Zeit wirklich nur ums Stillen und den Körperkontakt. Die Milchbildung wird dadurch gefördert. Praktisch ist es, wenn ihr in dieser Zeit jemanden zu Hause habt, der euch verpflegt.
  8. Der Malzgehalt in Malzbier und Caro-Kaffee fördert die Milchbildung an.
  9. Um den Saugreflex eures Babys auszulösen streicht ihr mit dem Zeigefinger vom Kinn bis zum Ohrläppchen. Das ist vor allem praktisch, wenn euer Neugeborenes gerne beim Stillen einschläft.
  10. Sollte euer Baby es sich anfänglich beim Stillen etwas schwer machen (z.B. die Brustwarze nicht finden oder im Mund behalten wollen, Saugschwäche) so könnt ihr euch mit einem Stillhütchen helfen. Dies hilft auch übergangsweise bei sehr wunden Brustwarzen. Da die “Massage” des Babymundes aber nicht direkt an die Brust übertragen wird ist dies für die Milchbildung nicht ganz förderlich und sollte nur übergangsweise benutzt werden. Empfehlen kann ich euch die Stillhütchen von Medela, es gibt sie z.B. bei Babymarkt.
  11. Solltet ihr einen Milchstau haben, so müsst ihr euer Baby beim Stillen so anlegen, dass es mit seinem Kinn an der verhärteten Stelle an der Brust liegt. Oft empfiehlt es sich dann im Liegen zu stillen.